Am 20. März 1965 wendete sich der Bürgermeister Schmitt und der Wehrführer und Brandmeister Ernst Vollmer mit einem Aufruf zur Gründung einer "Freiwilligen Feuerwehr" an die Bürger von Linden.
Aufruf zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Linden:
Liebe Mitbürger !
Unsere Heimatgemeinde Linden leidet seit Jahren unter dem Mangel einer gut ausgebildeten und stets einsatzbereiten Feuerwehr. Alle Bemühungen die bestehende Pflichtfeuerwehr zu einer schlagkräftigen Waffe gegen die Feuergefahr und den Katastrophenfall heranzubilden, sind bislang an dem Unwillen Einzelner und der teilweisen Unmöglichkeit an den Übungen teilzunehmen, gescheitert.
Rat und Verwaltung der Gemeinde haben sich bemüht, die Wehr auf das Modernste auszustatten und sind auch in Zukunft bereit, alle Kräfte anzuspannen, unsere Feuerwehr modernsten Erkenntnissen in der Katastrophenabwehr anzupassen.Feuerwehrdienst ist ein Ehrendienst an unserer Heimat und deshalb eine Ehrensache für jeden pflichtbewussten Bürger unserer Gemeinde.
Wir suchen Männer die noch bereit sind, den Schutz unseres Dorfes als Ehrensache und selbstverständliche Pflicht und Aufgabe zu betrachten.
In den meißten Gemeinden des Landkreises bestehen seit Jahrzehnten Freiwillige Feuerwehren. Wir müßten uns schämen, wenn wir nicht auch in Linden den Beweis erbringen könnten, daß hier noch Männer wohnen, die bereit sind für den Schutz unserer Heimat im Monat ein paar Stunden für die Übung unserer Feuerwehr zur Verfügung zu stellen.
Wir rufen deshalb alle Männer unserer Gemeinde im Alter von 18 - 40 Jahren auf, an dem Aufbau einer "Freiwilligen Feuerwehr Linden" mitzuwirken.
In guter Kameradschaft wollen wir uns zusammenfinden um einer Sache zu dienen, die allein dem Schutz unseres Heimatortes gewidmet ist und der Anerkennung unserer gesamten Bürgerschaft gewiß sein kann.
Wir bitten Sie die Meldung zur Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr auf dem anhängenden Abschnitt zu bestätigen und bis zum 5. April 1965 bei der Gemeindeverwaltung oder dem Leiter der Feuerwehr Linden, Brandmeister Ernst Vollmer, Linden, Hauptstraße 16a abzugeben.
Linden, den 20. März 1965
Ernst Vollmer Schmitt
Brandmeister Bürgermeister
Nachdem einige Bürger Ihr Interesse an der Sache gezeigt hatten, wurden folgende Herren zur Gründungsversammlung am Samstag, den 17.07.1965 in der Gaststätte Weiß in Linden eingeladen.
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Lutz Pirmin |
Vollmer Alfons |
Baqué Willi |
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Nauerz Jakob |
Leis Edmund |
Hauck Walter |
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Nauerz Hermann |
Lang Rudi |
Müller Horst |
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Wilhelm Rudi |
Mayer Rainer |
Leis Hans |
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Baqué Alfons |
Brenk Hans |
Baqué Otto |
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Baqué Ludwig |
Vollmer Engelbert |
Stuppi Hans |
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Baqué Emil |
Lenhard Paul |
Fuchs Fritz |
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Baqué Jakob |
Stabenow Klaus |
Ascher Adolf |
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Lutz Erich |
Unnold Franz |
Erker Otto |
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Lenhard Richard |
Roos Theo |
Wiehn Rudi |
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Müller Adam |
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Eingeladen waren auch die Frauen und Bräute der Feuerwehr, sowie der Gemeinderat mit Ehefrauen. Bei der Gründungsveranstaltung am 17.07.1965 wurde die Satzung beschlossen, und trat am selben Tag in Kraft.
Anfänglich war die Feuerwehr sehr dürftig in einer Scheune untergebracht. Sie war ausgerüstet mit einem Tragkraftspritzen-Anhänger, der entweder mit dem Traktor oder mit der Hand gezogen wurde.
Im Jahre 1967 beschloss die Ortsgemeinde Linden ein Fahrzeug zu kaufen, welches die feuerwehrtechnische Beladung samt Mannschaft zur Einsatzstelle befördert. sie kaufte ein Tragkraftspritzenfahrzeug "TSF" als Ford Transit. Dieses Fahrzeug ist uns bis heute treu geblieben und feierte bereits sein 34. Dienstjubiläum. In den Kreisen der Feuerwehrleute wird es auch liebevoll "OMA" genannt.
Mit der Gründung de Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd 1973 ging auch die Verwaltung der Feuerwehr an die Verbandsgemeinde über. Der Bau des neuen Rathauses in Linden 1977 brachte dann der Feuerwehr Linden eine neue Unterkunft mit zwei Fahrzeughallen, einem Schulungsraum sowie Duschen und Toiletten.
1977 wurden in der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd Ausrückebereiche geschaffen. Damit sollte vor allem am Tage, wenn viele Feuerwehrmänner zur Arbeit sind, eine gewisse Mannschaftsstärke gewährleistet sein, um wirksam Hilfe leisten zu können. Dies hat sich bis heute bewährt und so laufen auch jetzt noch im Ernstfall die Sirenen, bzw. die Funkmeldeempfänger in Queidersbach und Linden, Krickenbach und Schopp und in Stelzenberg und Trippstadt zusammen.
Die VG Kaiserslautern-Süd hat sich auch auf kameradschaftlicher Ebene sehr bemüht,
und dabei auch Erfolg gehabt. immer wieder schön ist der alljährliche
Kameradschaftsabend, bei dem die anstehenden Beförderungen und Ehrungen vom
Bürgermeister der Verbandsgemeine vollzogen werden. Nach einem kleinen Rückblick auf das
abgelaufene Jahr wird dann die Kameradschaft bei einem guten Essen und Musik gepflegt.
Nicht zu vergessen ist auch der VG Feuerwehrtag, der immer in einer der 6 Ortsgemeinden
der VG ausgetragen wird. Bei den stattfindenden Spiel ohne Grenzen hat sich die Feuerwehr
aus Linden immer gut gehalten.
So konnte
1982 in Stelzenberg der 4. Platz,
1983 in Krickenbach der 2. Platz,
1984 in Queidersbach der 1. Platz,
1986 in Schopp der 4. Platz,
1988 in Linden der 1. Platz und
1990 in Queidersbach der 2. Platz errungen werden.
Seit einigen Jahren veranstaltet die Feuerwehr Linden jährlich ein Haxenfest vor der Turnhalle Linden. damit soll die Gemeinschaft mit den Bürgern und den anderen Vereinen in der Gemeinde gepflegt werden. Bei schönem Wetter, gegrillten Haxen und einem kühlen Bier vom Fass ist es immer sehr gemütlich, besonders wenn zum Frühschoppen der Musikverein Linden spielt.
Im März 1991 wurde ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Linden von der Verbandsgemeinde angeschafft. Dabei handelt es sich um ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 mit einem 600 l Löschwassertank. Da unsere "OMA" schon sehr betagt ist sind wir mit diesem Fahrzeug gut gerüstet, damit wir unsere Tätigkeit als Feuerwehrleute auch richtig und vollständig ausüben können.