Unsere Freizeit für ihre Sicherheit

˜"Die Bürger und ihre Feuerwehr! "˜

Einige Bürger wissen sehr wenig über ihre freiwillige Feuerwehr!
Nur, daß sie rechtzeitig da sein muß, wenn es irgendwo brennt,
egal ob ein Stau auf der Autobahn oder im Stadtverkehr,
bald kommt die Feuerwehr, doch die Zeit ist kostbar und rennt!

Viele Bürger verstehn es nicht, während sie warten, nur für ein paar Minuten,
denn die Feuerwehr sollte doch schon längst da sein, weil man sie braucht!
Sie wurde doch gerufen weil es brennt, dann müßte sie sich auch sputen,
die Flammen lodern hoch zum Dach, alles qualmt und raucht.

Das Martinshorn hört man in der Ferne, bald kommt unsere Feuerwehr !
Hoffnung ist auf den Lippen der Bürger, die Retter sind endlich nah!
Nun biegen sie um die Ecke, die Kameraden der freiwilligen Wehr,
Die Schläuche kommen raus, die Pumpe faucht, das Wasser ist da!

Die Leiter hoch, zwei Kameraden, sie kämpfen von oben ins Feuer hinein !
Jemand im Haus?, keiner weiß es genau von den Bürgern am Ort...;
Freiwillige brechen die Haustür nieder, in die Flammen hinein...,
sie kommen bald wieder, tragen zwei Kinder aus dem brennenden Hause fort.

Auch die Nachbarwehr löscht, mit allen Kameraden.
Kein Mensch mehr im Haus...,
der Dachstuhl, gerettet, von Gottes Gnaden !

˜˜˜"BRAND AUS!"˜˜˜

Das Feuer ist aus, doch die Neugierde der Bürger bleibt,
bis alles vorbei ist in später Nacht !
"Einer für alle, und alle für einen",
Ein paar Freiwillige bleiben zurück und halten Wacht !

"Ihr Bürger, nun denkt doch einmal richtig darüber nach,"
wenn ihr sie braucht, diese rettende freiwillige Schar...,
bei Tag oder Nacht sind sie immer da und stehen bereit,
und gerade das nehmt ihr hin, als selbstverständlich und klar!

Nun zeigt wenigstens ein bisschen mehr Respekt,
für die selbstlosen, tapferen Feuerwehr-Kameraden
und ihre ehrenhafte, freiwillige Arbeit.
Jeden Bürger und Fremden in der Not zu retten,
aus Mitgefühl in ihrer einmaligen Menschlichkeit !

˜"Gott zur Ehr, und dem Nächsten zur Wehr"˜
Dies ist der wichtigste Spruch aller Feuerwehr-Kameraden,
bei jeder freiwilligen Feuerwehr.


Ich wünschte, du könntest ...

(Gedanken eines Feuerwehrmannes)


Ich wünschte, du könntest den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk in Flammen aufging oder die Familie, die nach Hause kam, nur um ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder sogar zerstört vorzufinden.


Ich wünschte, du könntest fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen; die Flammen schlagen über deinen Kopf hinweg, während des Kriechens schmerzen deine Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt.


Ich wünschte du könntest die Furcht in den Augen einer Ehefrau um 3 Uhr morgens sehen, wenn ich ihrem 40 Jahre altem Ehemann den Puls fühle und keinen finde, ich beginne mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, hoffe wider besseres Wissen ihn zurückzuholen, aber ich weiß, dass es zu spät ist. Aber seiner Frau und seiner Familie muss ich das Gefühl geben, dass alles Mögliche getan wurde.


Ich wünschte, du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen, den Geschmack von Ruß auf deinen Schleimhäuten, das Gefühl der intensiven Hitze, die durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden Flammen und die Beklemmung absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden - "Sensationen, an die ich mich zu sehr gewöhnt habe, mit denen ich zu sehr vertraut geworden bin."


Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, am Morgen zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, nachdem du den Großteil der Nacht, heiß und wieder nass durchgeschwitzt, bei einem Großfeuer verbracht hast.


Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich zu einem entstehenden Feuer gerufen werde, "Ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes, atmendes Feuer? Wie ist das Gebäude konstruiert? Welche Gefahren erwarten mich? Sind Menschen eingeschlossen?"


Ich wünschte, du könntest in der Notaufnahme dabei sein, wenn der Arzt das hübsche 5 Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem ich es zuvor 25 Minuten lang versucht habe am Leben zu halten; sie wird nie zu ihrem ersten Vater gehen können oder jemals wieder die Worte "Ich liebe dich, Mama" sagen können.

Ich wünschte du könntest die Frustration im Führerhaus des Löschfahrzeuges fühlen, der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse, mein Daumen drückt wieder und wieder den Schalter des Presslufthorns, wenn du dir vergeblich versuchst Vorfahrt an einer vorfahrtberechtigten Kreuzung zu verschaffen oder im dichten Verkehrsstau. Wenn du uns brauchst, wann auch immer es ist, deine ersten Worte nach unserem Eintreffen werden sein: "Es hat fast eine Ewigkeit gedauert bis ihr hier wart!"

Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich helfe, eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen, "Was wäre, wenn es meine Schwester, meine Freundin oder eine Bekannte ist? Wie werden ihre Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür ein Polizist steht, der seine Mütze in den Händen hält?"

Ich wünschte, du könntest wissen, wies es sich anfühlt nach Hause zu kommen, meine Eltern und Familie zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben ihnen zu erzählen, dass ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

Ich wünschte, du könntest die physische, emotionale und mentale Belastung von stehensgelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, einen kleinen Jungen auf deinem Arm zu tragen, der fragt, "Ist meine Mama O.K.?", und es ist dir unmöglich, ihm in die Augen zu schauen, ohne dass dir die Tränen in die Augen steigen und weißt nicht, was du sagen sollst. Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird, und du weißt genau, dass er nicht angeschnallt war.

Solange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was unsere Arbeit wirklich bedeutet.









Es macht uns Spass!


Ihr sagt, wir wären Säufer, ihr sagt, wir würden nur besoffen zu Einsätzen fahren. Ihr verliert selten ein gutes Wort über uns, doch so sind wir gar nicht!
Natürlich trinken wir gerne zusammen, doch nicht öfter und mehr als andere Leute.
Und wir nehmen unsere Aufgaben so gut wahr wie wir es als Menschen können.

Wir versuchen
365 Tage im Jahr,
7 Tage die Woche und
24 Stunden am Tag für euch da zu sein.
Wenn euer Haus brennt, löschen wir es,
wenn ihr im Auto eingeklemmt seid, schneiden wir euch raus und
kommt ihr nicht über eine Strasse, machen wir den Weg frei.
Und es macht uns Spass!

Auch das Dorfleben gestalten wir mit, wir organisieren teile des Weihnachtsmarkts und wem macht der Weihnachtsmarkt keinen Spass?

Manchmal haben wir furchtbare Einsätze, wenn wir auf die Autobahn müssen, dann fragt man sich jedes mal ob wieder ein Mensch sein Leben verloren hat oder ob es einen Anblick gibt der sich für immer in die Seele einbrennt.

Jedes mal setzen wir unser Leben aufs neue aufs Spiel um euch zu helfen. Sobald wir mit dem Löschfahrzeug auf der Strasse sind und das Martinshorn jault, setzen wir unser Leben aufs Spiel.
Denn, wie viele Feuerwehrmänner haben schon ihr Leben auf einer Fahrt zum Einsatz verloren? Wie viele es auch immer sind, es sind zu viele.

Wenn wir unter PA ins Feuer gehen um euer Leben, oder das eures Kindes zu retten, setzen wir unser Leben aufs Spiel.
Jedes mal wenn wir uns einem brennenden Haus nähern,
setzen wir unser Leben aufs Spiel, denn das Feuer ist unberechenbar.

Aber es gibt auch schöne Momente.
Jedes mal, wenn man in Einsatzkleidung durch das Dorf geht und die Kinder sagen
„Guck mal ein Feuerwehrmann“ und man das Strahlen in ihren Augen sieht.
Jedes mal, wenn man ihnen den Helm auf den Kopf setzt und sie sich toll damit fühlen.
Jedes mal wenn man einrückt und sich sagen kann „heute habe ich wieder einen Menschen gerettet“

Ihr könnt sagen was ihr wollt, die Freiwillige Feuerwehr ist für uns das Grösste.
Welches kleine Kind träumt nicht davon Feuerwehrmann zu werden?
WIR haben uns diesen Traum verwirklicht, und WIR helfen so, wie wir es als kleine Kinder immer wollten.

Und es macht uns Spass!
Und jetzt sagt noch einmal wir wären nur Säufer!
Wir sind normale Menschen, doch wenn ihr uns braucht, sind wir für euch da.



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